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Stärker, leichter, effizienter: Die Fahrzeuge der Zukunft werden aus Kunststoffen gefertigt
Dieser Artikel präsentiert einige Vorschläge, wie Design dabei helfen kann, Fahrzeuge energieeffizienter zu gestalten und negative Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Der Artikel ist ein Begleittext für den Chat mit Professor Trabucco.
Mobilität steht im Zentrum unseres modernen Lebens. Egal ob wir zur Schule oder zur Arbeit fahren, Einkaufen gehen oder auf Urlaub fahren - billigen Transport im Auto oder im Flugzeug können wir uns aus dem täglichen Leben nicht mehr wegdenken. Einige Gesellschaften gehen sogar noch weiter: Manche Menschen sehen billigen Treibstoff und Flüge als fundamentale Rechte an.
"Billiges" Reisen hat jedoch seine Probleme. Die massiven Umweltkosten, die der Transport verursacht, bleiben dem Konsumenten meist verborgen, doch die Menschen machen sich zunehmend darüber Gedanken.
Nur möglichst energieeffiziente Transportmittel können den Bedarf an billigen Reisen auf soziale und umweltfreundliche Weise decken. Es gibt aber natürlich auch den Druck, Transportmittel zu entwickeln, die nicht nur praktisch sind, sondern auch gut aussehen. Die DesignerInnen spielen bei der Erschaffung dieser neuen Generation attraktiver, aber energieeffizienter Transportmittel eine wesentliche Rolle.
Fortschrittliche Materialien helfen DesignerInnen dabei, Transportmittel zu entwickeln, die weniger Treibstoff benötigen. Eine weit verbreitete Technik dabei ist, leichte Stoffe zu verwenden: Je leichter ein Transportmittel ist, desto weniger Treibstoff benötigt es. Deshalb greifen viele DesignerInnen auf Kunststoffe zurück. Kunststoffe sind vielseitig einsetzbar, widerstandsfähig und leicht und erlauben es deshalb Transportmittel zu entwickeln, die leicht, aber trotzdem robust sind.
Seit Jahren versuchen DesignerInnen mit Hilfe von Kunststoffen effizientere Autos zu erzeugen. Ein moderner Mittelklassewagen mit einem Gewicht von rund 1000 kg besteht aus ca. 15% (150 kg) Kunststoffen. Kunststoffe sind deshalb so beliebt, weil sie in beinahe jede Form gebracht werden können, die Sicherheit und den Komfort verbessern und einfach und kosteneffizient verarbeitet werden können. Immer öfter ersetzt Kunststoff auch schweres Glas in Autos. Moderne Schweinwerfer, Rücklichter und sogar Hinter- und Seitenscheiben im Auto werden aus Kunststoff gefertigt, da Kunststoffe leicht sind, die Sicherheit des Produkts verbessern und flexibles Design ermöglichen.
Auch Hybrid-Materialien (Substanzen, die aus zwei oder mehreren Materialien bestehen) werden vermehrt entwickelt und eingesetzt. Die Kombination von Materialien kann zu besseren Ergebnissen führen, da die besten Eigenschaften jedes Materials zum Vorschein treten. Metalle und Kunststoffe werden zum Beispiel oft kombiniert, um dem Produkt bessere Stabilität bei sehr geringem Gewicht verleihen zu können. Das Gewicht fertiger Produkte, die dieses Hybrid-Material verwenden, kann gegenüber Metallprodukten um 40% reduziert werden.
Vor allem beim Flugzeugbau werden Hybrid-Materialien eingesetzt, da in der Luft jedes Gramm zählt. Der neue Airbus A380 – das größte Passagierflugzeug der Welt - besteht zu 25% aus Verbundwerkstoffen. Der Airbus benötigt bei einer Strecke von 14,800 km ledigliche 3.3 Liter Kerosin pro Passagier pro 100 km.
Auch die Motorentechnik spielt bei der Verbesserung der Umweltfreundlichkeit eine wichtige Rolle. Die Treibstoffzellen in Autos verwenden Wasserstoff, um Kraft zu erzeugen. Diese Technologie macht sich den Prozess der Katalyse zunutze und verwendet zur Krafterzeugung Kunststoffe als leitende Membrane.
In einem früheren "Energie ist unsere Zukunft" - Chat sagte der Zukunftsforscher Ray Hammond vorher, dass es im Jahre 2030 normal sein wird, Autos zu fahren, die für 1.500 km lediglich vier Liter Treibstoff benötigen. Obwohl dies tatsächlich noch sehr futuristisch klingt, können DesignerInnen mit Hilfe von Kunststoffen dabei helfen, diese Vision wahr werden zu lassen.



