Leitfaden für Lehrkräfte


Dieser Leitfaden unterstützt Lehrkräfte bei Ihrem Vorhaben, Energie- und Klimaschutzthemen in den Unterricht zu integrieren. Der Leitfaden bietet einige Hintergrundinformationen sowie Vorschläge, wie man die Themen im Unterricht behandeln kann.

Die Themen können im Rahmen von vorbereitenden Diskussionen vorgestellt werden. Dadurch verstehen die SchülerInnen, wie Energiekonsum das Klima beeinflusst und wie fortschrittliche Materialien zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen.

Da die Lehrpläne der Schulen sehr unterschiedlich sind, bietet der Leitfaden keine konkreten Lösungsvorschläge, wie man die Themen in den Unterricht integrieren kann. Es bleibt den koordinierenden Lehrkräften vorbehalten, vorhandene Informationen auf das Alter der SchülerInnen abzustimmen.

Einleitung

Das Klima auf unserem Planeten verändert sich. In den letzten Jahren haben Wissenschafter bewiesen, dass menschliches Energieverhalten Klimaveränderungen beschleunigt und zu einem Temperaturanstieg der Erde führt. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen und die Abholzung von Wäldern haben zum Beispiel zu einem rasanten Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosphäre geführt. Durch natürliche Prozesse hätte dies verlangsamt werden können.

Dies führt zu Schwankungen der Temperatur, des Niederschlags, des Windes und aller anderen Aspekte des Klimas auf der Erde. Die Klimakonvention der Vereinten Nationen stellt fest, dass die Klimaveränderungen "unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern, und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen."

“Klimaveränderung” ist ein weit verbreitetes Thema in Schulen; die junge Generation interessiert sich für nachhaltige Energielösungen und ist sich der zukünftigen Herausforderungen bewusst.

Hintergrundinformationen

Das Schulprogramm "Energie ist unsere Zukunft" beschäftigt sich mit drei Themenkreisen:

1. Energieeffizienz: Die Auswirkungen von Design und Materialwahl auf den Energieverbrauch

Energieverbrauch wird von vielen Faktoren bestimmt. Einer davon ist das Design des Produkts, welches wesentlich zur Energieeffizienz beitragen kann. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu ermuntert, Designs zu entwerfen, die ein Produkt energieeffizienter machen. Sie sollen z. B. herausfinden, welche Materialien einem Produkt bestimmte gewünschte Charakteristika (leichtes Gewicht, gute Dämmwerte, etc.) verleihen.

2. Klimaschutz: Wie kann unser Verhalten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen?

Energieproduktion trägt maßgeblich zur Emission von Treibhausgasen bei. Die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, Möglichkeiten zu finden, um ihr Energieverhalten effizienter zu gestalten. Dabei werden Themen wie "Transport", "Heizen und Kühlen von Gebäuden" und "Verpackungen" behandelt.

3. Ressourceneffizienz: Wie kann jeder von uns einen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen leisten?

Die Erhaltung natürlicher Ressourcen durch effiziente Nutzung ist eine Möglichkeit, Klimaveränderung zu bekämpfen. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus der Perspektive des Lebenszyklus eines Produkts darüber nachdenken, wie sie im täglichen Leben sparsam mit Ressourcen umgehen können (unter Lebenszyklus versteht man die unterschiedlichen Phasen im Leben eines Produkts) und dabei Recycling und Abfallwiederverwertung als Energiequelle mit einbeziehen.

Vorschläge

Die Beschäftigung mit energierelevanten Themen im Unterricht kann eine große Auswirkung auf die Schülerinnen und Schüler, deren Familien sowie die Gemeinde haben. Zur Vorbereitung auf die Aktivitäten und Wettbewerbe sollten die Schülerinnen und Schüler Grundwissen über Energieeffizienz, Klimaschutz und Ressourceneffizienz haben. Sie sollten verstehen, wie diese Bereiche ihr tägliches Leben beeinflussen und ihre persönlichen Ansichten in die Aktivitäten einbringen.

Basierend auf relevanten Informationen lernen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Meinung zu Energiethemen zu vertreten und Ideen und Fakten mit Gleichaltrigen auszutauschen. Sie sollten immer offen für verschiedene Ideen, aktiv und gute Zuhörer sein.

Einige der folgenden Vorschläge können Schülerinnen und Schülern dabei helfen, die Themen besser zu verstehen und sich mit den oben erwähnten Themenkreisen näher zu beschäftigen:

  • Stellen Sie der Klasse die Konzepte "Energieeffizienz", "Ressourceneffizienz" und "Klimaschutz" vor und bereiten sie diese altersgerecht auf.
  • Diskutieren Sie über grundlegende Maßnahmen, wie man in der Schule und zu Hause Energie sparen kann.
  • Diskutieren Sie über Klimaveränderungen, deren Auswirkungen und mögliche Gegenmaßnahmen in ihrer lokalen Umgebung.
  • Diskutieren Sie über die Rolle, die fortschrittliche Materialien (wie Kunststoffe) beim Energiesparen von Gebäuden und beim Transport spielen.
  • Erteilen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern den Auftrag herauszufinden, wie energieeffizient ihre Wohnung, die Autos von Freunden oder Eltern, Computer oder andere Produkte sind.
  • Ermuntern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler dazu, Beispiele von Energieeffizienz in der Schule zu finden.
  • Erklären Sie, wie energieeffizientes Verhalten aussieht.
  • Diskutieren Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern über erneuerbare Energiequellen (Vor- und Nachteile: Landschafts-/Umweltzerstörung).
  • Diskutieren Sie über den Energiebedarf der Menschen und wie weit wir uns auf traditionelle und/oder erneuerbare Energielösungen verlassen sollten.
  • Bringen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern technologisch innovative Lösungsmöglichkeiten für Energieprobleme näher (wirtschaftliche, ökologische und politische Auswirkungen auf unser tägliches Leben).

Die Organisation der vorbereitenden Diskussionen kann wesentlich zum Erfolg der Integration des Schulprogramms in den Unterricht beitragen. Darüber hinaus bieten die Diskussionen pädagogischen und sozialen Nutzen, der sich im Wissen, in den Fertigkeiten und im Verhalten der Schülerinnen und Schüler widerspiegelt.

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